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DER PRIVATE BLICK AUF DIE MAUER
Eine einzigartige Zeitreise über ein
Ereignis, das die Welt zerriss
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Pressespiegel



copyright: n.n.

Claus Oppermann,Gerald Grote und der Büchener Amateurfilmer Dieter Schmidt.

Gegen das Vergessen

Prima Druck/MARKT (Ausgabe: Mölln und Umgebung) in der Rubrik 'Lokales' vom November 2011, anlässlich der Vorbereitungen zur 'Bis an die Grenze'-Filmtournee.

"Bis an die Grenze" - der private Blick auf die Mauer ist eine einzigartige Zusammenstellung von zahlreichen bislang unveröffentlichten Bild- und Tondokumenten. Film-Amateure erzählen ihre persönlichen Erlebnisse bewegt vor der Kamera sowie mit ihren eigenen verblüffenden bewegten Aufnahmen, wie eine Stadt, wie ein Land geteilt wurde. Einfallsreich Filmproduktion wird mit Zeitzeugen und Schmalfilmern eine bundesweite Tournee in Zusammenarbeit mit vielen Kinos, Kultureinrichtungen, Gedenkstätten und in Schulen ab dem 9. November 2011 durchführen.

Rund zwanzig Jahre nach der Deutschen Einheit besteht die Gefahr, dass die Erinnerung an die Geschichte der deutschen Teilung allmählich verblasst. Insbesondere in der ehemaligen innerdeutschen Grenzregion sollte aber die Verpflichtung bestehen, die Erinnerung an die damalige politische Konstellation mit ihren negativen und positiven Ausprägungen lebendig zu halten. Der in Büchen bekannte Dieter Schmidt zum Beispiel kann diese Geschichten erzählen. Er begleitete die Erstellung des Films "Bis an die Grenze" mit eigenem Material und bemühte sich auch, diesen Film nach Büchen zu holen. Dieter Schmidt ist bereits in 2010 vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Er engagiert sich für die Aufarbeitung der Geschichte an der früheren innerdeutschen Grenze. Der pensionierte Zollbeamte im Grenzdienst startete seine Dokumentation mit Filmen und Fotos bereits in den 60er Jahren. Er war in Besitz einer Super 8 - Kamera und wurde oft gerufen, wenn es besondere Situationen an der Grenze gab. Aber auch für sich selbst hielt Schmidt eigentlich alles Wissenswerte für die Nachwelt fest. Sein Anliegen war es, als betroffener ehemaliger Flüchtling die schwierige Situation an der Grenze festzuhalten. „Einmal wurde ich gerufen, als einem 26-Jährigen an der Baustelle der A 24 mit einem Lkw der Durchbruch gelang”, erzählt Schmidt. Ein anderes Mal entdeckte der Zöllner hinter dem Zaun einen DDR-Offizier, der in Richtung Grenze winkte. Dieses seltsame Verhalten konnte Schmidt sich erst erklären, als er auf einen DDR-Grenzsoldaten mit Hund traf, dem die Flucht in den Westen gelungen war. Auf die Frage, warum er immer noch in einer Beobachtungshütte an der Grenze wartete, antwortete der junge Mann: „Ich wollte das dumme Gesicht von meinem Offizier sehen”. Heute ist das historische Filmmaterial von Dieter Schmidt sehr begehrt. Verschiedene Sender haben bereits angefragt, um an die bewegten und bewegenden Bilder zu kommen. Seit Eröffnung des Kulturzentrums und Museums Priesterkate 1991 in Büchen engagiert sich Schmidt dort bei Projekten, Sonderausstellungen und Seminaren zu den Themen deutsche Teilung und Geschichte der ehemaligen innerdeutschen Grenze sowie im Zollmuseum in Hamburg. Sein Ziel ist, die jüngste deutsche Zeitgeschichte besonders jungen Menschen zu vermitteln.



Text: n.n./Foto: n.n. vom 02.11.2011


Bis an DIE GRENZE