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DER PRIVATE BLICK AUF DIE MAUER
Eine einzigartige Zeitreise über ein
Ereignis, das die Welt zerriss
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Pressespiegel



copyright: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG

Haben viele Erinnerungen an die Berliner Mauer: Ernst und Ingrid Heinrich und Dorit Eggers.

Private Blicke auf die Berliner Mauer

sh:z/Eckernförder Zeitung vom 02. November 2011 anlässlich der bevorstehenden Präsentation von "Bis an die Grenze" im Gemeindezentrum Altenholz am 09. November 2011

Schwansen / Altenholz. Petra war nur wenige Monate alt, als der Bau der Berliner Mauer die Welt in Ost- und West teilte und mitten in den Kalten Krieg trieb. Sie lebte mit ihrer Mutter bei den Großeltern in Spandau, in Westberlin. Ihre andere Omi, Martha Wotschke, die konnte die kleine erst im Alter von zweieinhalb Jahren für immer in die Arme schließen, als die 81-jährige im Oktober 1963 aus Ostberlin in den Westsektor übersiedelte.

Mit Sekt wurde der Empfang damals gefeiert und ihr Großvater Günther Schlopsna hielt mit seiner Filmkamera die Szene fest. Sie ist eine von vielen Filmausschnitten, die die Kieler Filmemacher Claus Oppermann und Gerald Grote im Film "Bis an die Grenze" zusammenfügten.

Dass die Mauer gebaut wurde, hörten sie aus dem Radio, erzählt Dorit Eggers. Die Mutter von Petra kann sich noch gut an die Zeit erinnern. Für die Berliner bedeutete der Mauerbau vor allem eine massive Einschränkung, wenn man raus wollte, war das immer mit einer Reise verbunden. Ihre Tochter habe immer Angst gehabt, wenn sie die innerdeutsche Grenze passieren mussten. Penible Kontrollen der Volkspolizisten gehörten zum Alltag. Dabei hatte Familie Eggers noch Glück. Einzig Omi Martha war nach dem Mauerbau im Ostteil der Stadt gelandet. Sie hätten viele harte Schicksale gekannt, wo Paare und Familien getrennt wurden.

Nachdem Omi Martha 1963 die DDR verließ, rückte die Mauer als solche immer mehr aus dem Blickfeld der Familie. Wenngleich die Grenze mit ihren Todesstreifen und den Schikanen der DDR-Behörden immer wieder ins Bewusstsein traten. "Wir wohnten in einem Hochhaus in Staaken direkt an der Grenze zur DDR. Da hörten wir oft Schüsse", berichtet Dorit Eggers. 1971 zog Dorit Eggers mit Tochter Petra nach Schleswig. Dort war ihre Schwester Ingrid schon mit Ehemann Ernst Heinrich zu Hause. Sie fand die Filme ihres Vaters und stellte sie den Filmemachern zur Verfügung.

"Irgendwie dachten die Berliner immer, das wird schon", berichtet Eggers. Für die Berliner sei die Mauer nicht so spektakulär gewesen, meint sie. Und doch hatte sie Bestand und es dauerte lange, bis sie sich öffnete. Als dann im November 1989 die Mauer fiel, war das eine Befreiung. 24 Stunden am Tag lief der Fernseher, um alles zu sehen, berichtet Eggers. Gisela und Ernst Heinrich fuhren nach Berlin und tauchten in den Freudentaumel der Zeit ein.

Der Film "Bis an die Grenze - Private Blicke auf die Mauer" der Filmemacher Claus Oppermann und Gerald Grote wird von der EZ am Mittwoch, 9. November, ab 19 Uhr im Gemeindezentrum Altenholz (Klausdorfer Straße 78) vorgeführt. Einlass ab 18 Uhr.

Der Eintritt ist frei. Eintrittskarten gibt es im EZ-Kundencenter, Kielerstraße 55, bei "Bücher und Zeitschriften Anke Petersen", Ostpreußenplatz, Altenholz sowie im "Sportrestaurant" im Gemeindezentrum Klausdorf. Oder reservieren Sie unter Telefonnummer 04351/90 08 14 71.



Mit freundlicher Genehmigung: sh:z/Eckernförder Zeitung

Text: Dirk Steinmetz/Foto: Dirk Steinmetz vom 02.11.2011


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